Cassiopeia  und ihre Welpen - Gefahr an der Straße

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23.11.2021

  Verzweifelter Post…

Am 23.11.2021 erreichte uns ein verzweifelt klingender Post der deutschen Touristin Birgit M. über Facebook. Sie hatte in Loreto eine Hündin mit Welpen entdeckt, die unter einem Baucontainer, in unmittelbarer Näher der Straße lebten. Sie befanden sich in großer Gefahr überfahren zu werden!

Der Container in direkter Nähe der Straße!

Zudem hatte die Hündin mit ihren vier Welpen weder Wasser noch Futter. Scheinbar kümmerte sich niemand um sie. Birgit M. versuchte bei einem älteren Mann in der Nähe weitere Informationen über die Hundefamilie zu erfragen. Der portugiesischen Sprache nicht mächtig verstand sie nur, dass sie sie wegnehmen solle, die Hündin und die Welpen würden niemanden gehören. Aber auf diese vage Aussage konnten wir uns leider nicht blind verlassen. Wir mussten erst mit Sicherheit wissen, ob es nicht doch einen Besitzer gab.

Zum Glück liegt die Hundepension Le Petz, in der wir unsere Schützlinge unterbringen, nicht weit vom Fundort entfernt. Nach kurzer Rücksprache mit Catarina erklärte sie sich sofort dazu bereit zusammen mit unserer Urlauberin zu helfen und in Loreto für Klarheit zu sorgen. Catarina konnte bestätigen, dass die Hündin keine Besitzer hatte, ständig schwanger war und man sie dort nicht haben wollte! Also beschlossen wir sie umgehend in Sicherheit zu bringen und Dra. Cassia von der Tierklinik AuQmia vorzustellen.

Die Hundefamilie lebte in ständiger Gefahr!

Ein großes Glück für Cassiopeia, denn die ca. 3 Jahre alte und 10,6 kg schwere Mama der Welpchen hat Herzwürmer. Sie ist Dirofilaria positiv. Sie wird sehr bald mit der Vorbehandlung beginnen müssen, um zu überleben. Außerdem war sie wie erwartet nicht gechippt!

Die Welpchen, zum Funddatum ca. 8 Wochen alt, 2 Jungs und 2 Mädchen, waren voller Würmer, und alle hatten Flöhe, wie fast immer, wenn sie von der Straße kommen! Sie wurden umgehend entwurmt, gegen äußere Parasiten behandelt und die Hundemama zusätzlich gechippt. Auch wurden ihnen Namen vergeben. Die Mama wurde Cassiopeia getauft, die 4 kleinen Welpen hießen fortan Scottie, Pete, Pace und Kelly.

Die Welpchen bei AuQmia

Mama und Puppies blieben zur Beobachtung über Nacht in der Tierklinik. Am nächsten Morgen wurden sie dann von Regina in die Hundepension Le Petz gebracht. Im Wagen schon – auf dem Weg ins Le Petz - zeigte sich das Ausmaß des Wurmbefalls. Die Würmer krabbelten schon aus der Transportbox heraus! Also war es höchste Eisenbahn für eine Behandlung, um den fiesen Parasiten den Garaus zu machen!

Zwischenzeitlich ist die Wurmbehandlung gut angeschlagen und es geht allen gut. Die kleinen Racker essen wie die Wölfe und ihre Mama - Cassiopeia getauft - hat alles unter liebevoller Kontrolle. Sie ist eine wahnsinnig tolle Mutter und eine Seele von Hund!

In diesem Fall zeigt sich, wie wunderbar es ist und das alles gut ausgehen kann, wenn bei einer Rettung alle so gut zusammenarbeiten. Streetdogs Madeira sagt an dieser Stelle nochmal ein herzliches muito obrigado an alle Beteiligten!!!


Video - Cassiopeias Welpen in Sicherheit

Wir suchen für unsere liebevolle Mama Cassiopeia und ihre 4 Welpchen eine liebevolle und verantwortungsbewusste Familie! Bei Interesse gerne bei uns melden...

 


 

Maizie-Flor - die Gefangene der Bananenplantage

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19.11.2021

  Eigentlich wollte sie die paradiesische Seite Madeiras kennenlernen…

Das nahm sich die junge Studentin an jenem Tag vor. Entlang einer Levada, einer der vielen künstlichen Wasserläufe Madeiras, vorbei an Bananenplantagen – einfach Natur pur, soweit das Auge reicht.

Die schwere Eisenkette hat tiefe Narben hinterlassen

Wäre da nicht etwas Abseits der Hauptstrecke ihr Blick auf eine kleine, brutal angekettete „Wächterin“ einer Bananenplantage gefallen. Eine kleine Hündin, ohne Essen und Wasser, abgemagert, sah sie mit um Hilfe bettelnden Augen an! Die schwere Kette drückte sie nieder und ihr Hals war durch das Gewicht der Kette zerschunden. Das Fell war in einem erbarmungswürdigen Zustand, die Flöhe sprangen auf ihr herum. Und sie hatte Hunger, großen Hunger.

Unsere Touristin war entsetzt, was diesem armen Wesen angetan wurde, über das, was die kleine Hündin schon seit sehr langer Zeit erdulden musste – denn ihr Zustand sprach Bände. Sie gab ihr erstmal etwas zu Trinken und ihr Brötchen, welches das kleine Wesen gierig verschlang!

Maizie-Flor gegesichert im Rucksack

Eines war ihr in diesem Moment klar, sie konnte die Kleine nicht zurücklassen. Allein und ohne Hilfe. Sie wusste nicht einmal, ob sie noch einmal hierher zurückfinden würde und entschloß sich die Kleine mitzunehmen. In ihrem Rucksack trug sie die nur 4,4 kg schwere Fellnase, die zu einem Leben an der Kette verurteilt war, Kilometer für Kilometer in die Freiheit. Die junge Frau hörte keinen Laut von der Kleinen, denn diese spürte, dass das Ende ihrer Gefangenschaft endlich gekommen war.

Durch das beherzte Handeln kam die kleine Hündin endlich in der Freiheit an und bekam auch sogleich einen Namen: Fortan hieß sie Mazie-Flor. Maizie-Flor, das schreckhafte, ängstliche kleine Mädchen war nicht gechipt und ist ca. 4-5 Jahre alt. Die Hündin war bereits mehrmals trächtig, das letzte Mal war gar nicht so lange her. Laut Dra. Cassia von AuQmia Clinica musste sie schon sehr lange an der Kette leiden. Die Narben belegen es.

Maizie-Flor nach dem Baden

Maizie- Flor wurde zum ersten Mal gebadet, ist inzwischen geimpft und bekam Parasitenschutz von außen und innen. Nun muss die Kleine erst einmal etwas zunehmen und hat Zeit, das vergangene, schreckliche Leben hinter sich zu lassen. Maizie „begreift“ langsam was es bedeutet Essen, Wasser, Decken und Freunde zu haben. Sie genießt es gestreichelt zu werden und so allmählich fällt die Last und Angst von ihr ab.

Nur dem beherzten Verhalten unserer wunderbaren jungen deutschen Touristin ist es zu verdanken, dass Maizie-Flor jetzt in Sicherheit ist und ein wirkliches Leben hat. Kein Mensch und kein Tier sollten so gequält werden! Mit ihren Freunden zusammen hat die junge Studentin der kleinen Maizie-Flor on top die Grundversorgung geschenkt!

Nicht auszudenken was aus ihr geworden wäre, hätte die deutsche Studentin sie nicht entdeckt, beherzt gehandelt und gerettet. Jedes unbekannte Geräusch lässt sie zwar noch zusammenzucken, aber es geht ganz schnell vorbei, wenn sie gestreichelt wird und sie merkt, dass ihr nichts Böses geschieht. Ihr Hals erholt sich sehr gut und das Fell wächst schnell an der Stelle, an der die schwere Kette sie niedergedrückt hat.

Sie wird nie wieder an der Kette hängen, nie wieder grausam behandelt werden - das ist ein Versprechen!

Vielen Herzlichen Dank euch allen, ganz besonders aber der Retterin!

Auch Sie können helfen! Eine Spende, ein Grundversorgungspaket oder eine Flugpatenschaft hilft das Leiden unserer Schützlinge zu verringern und ihnen eine glückliche Zukunft zu ermöglichen. Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme.

 


 

Murphy – zum Sterben zurückgelassen

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16.10.2021

  Teilnahmloses Leiden...

Und wieder einmal ist das Unfassbare passiert! Wieder einmal haben einfach zu viele einfach weggesehen, sind einfach achtlos vorbeigegangen und haben ihren Kopf in die andere Richtung gedreht. Das ist einfach – einfach grausam…

Am 16.10.2021 erreichte uns die Nachricht von einem Hund, der einsam und verlassen vor einem alten Haus lag. Jemand hatte seinen Kopf dann doch nicht einfach weggedreht, sondern beherzt gehandelt und uns darüber informiert. Was Lisa gemacht hat sollte eigentlich Normalität sein – und es ist so einfach.

Murphy vor dem verlassenen Haus

Als wir ihn dann am Samstagnachmittag dort sahen, blieb uns fast das Herz stehen. Er ist alt, sehr alt, kann kaum laufen, so schwach wie er ist. Komplett dehydriert, total ausgehungert, nur Haut und Knochen. Alle Zähne bereits abgebrochen oder ausgefallen, beide Ohren von Flöhen und Mücken zerfressen. Sein Fell war voller Flohnester und fiel einfach büschelweise aus. Er hört schlecht und er ist fast blind.

So lag er da, allein, kein Wasser, kein Essen – zum Sterben an diesem verlassenen Haus zurückgelassen! Da kommen einem automatisch die Tränen! So ein bemitleidenswertes, erbarmungswürdiges, armes Wesen! Wir waren erschüttert und sprachlos!

Ana mit Murphy

Jetzt galt es keine Zeit zu verlieren – denn es ging ihm sehr schlecht! Beim Versuch ihn zu bergen versuchte er zu schnappen und seine rausgewürgten Laute waren kläglich und jämmerlich, gingen uns durch Mark und Bein. Panik ergriff ihn, denn er hatte einfach Todes-ANGST! Schließlich konnten wir ihn In eine Decke wickeln und mit sanften Worten etwas beruhigen, ehe wir ihn dann endlich zum Wagen bringen und mit ihm zur Tierklinik VetMadeira fahren konnten.

Dort angekommen war klar: Kein Chip! Wie hätte es anders sein sollen! Er wurde erstmal mit Wasser und Dosenfutter versorgt. Gierig machte er sich über das Nassfutter her. Was muss er für einen Hunger gehabt haben. Wir verließen ihn in der Hoffnung – nicht zu spät gekommen zu sein! Unsere liebe Ramona Schydlo spendete sogleich das Grundversorgungspaket+ und auch einen Namen: Murphy! Nun ist er Murphy und kein Nobody mehr!

Murphy bei VetMadeira

Nach Abschluss der Untersuchungen erreichte uns dann aber die schreckliche Nachricht: Murphy hat Herzwürmer! Er kann weder geimpft, noch kastriert werden. Das Wichtigste ist jetzt die Herzwurmbehandlung! Wenn er überhaupt noch eine Chance haben soll in seinem Alter, hat das absolute Priorität! Und er muss zunehmen, langsam zunehmen! Den Parasitenschutz hatte er bereits bekommen.

Darüber hinaus werden wir nun alles tun, ihm die wenige Zeit, die ihm bleibt, so schön wie möglich zu gestalten! Mit einem Körbchen und einer flauschigen Decke, gutem Nassfutter, das er so sehr genießt, Streicheleinheiten, die er gewiss nicht kannte und hoffen, dass wir ihn nicht zu schnell verlieren werden!

Am 19.10.2021 ist Murphy dann von Graca aus der Klinik abgeholt und in die Hundepension Le Petz gebracht worden. Vielen Dank liebe Graca! Jett muss er zunehmen, sonst wird er die Herzwurmbehandlung nicht schaffen - und das ist seine einzige Chance!

Wir wissen nicht wie schwer sein Herz befallen ist, aber wir werden alles für ihn tun. Wie versprochen hat er sein Körbchen bekommen, mit Decken - wobei er zuerst gar nicht wusste, was er damit anfangen soll. Aber obwohl alt und sehr gebrechlich, hatte er es sehr bald raus und es sah aus, als genieße er es nicht mehr auf dem Betonboden liegen zu müssen.

Bei Graca hat Murphy dann - gewiss zum ersten Mal in seinem Leben - ein Bad genießen können. Graca hatte ein paar Tage gewartet, damit sich Murphy ein wenig einleben und erholen konnte und auch um Vertrauen aufzubauen! Natürlich war er zu Beginn ängstlich. Er wusste nicht was mit ihm geschah! Aber dann fühlte er sich sichtlich wohl - ohne die ganzen toten Flöhe und den Flohkot im dreckigen Fell. So frisch durfte er dann auch im Haus bleiben, um sich nicht zu erkälten.

Schritt für Schritt alter Knabe. Alle guten Wünsche begleiten dich auf deinem Weg, gesund zu werden!

Lieber Murphy, so viele Menschen, die bereits für dich gespendet haben, wünschen sich, dass es aufwärts geht mit dir! Habt herzlichen Dank ihr Lieben, dass ihr so mitfühlt und ihm helfen wollt! Und du Murphy - streng dich an und werde gesund!

Wer Murphy oder auch anderen notleidenden Straßenhunde helfen möchte kann sich gerne jederzeit bei uns melden. Unsere Streetdogs sind für jede Hilfe dankbar!

Videos - Murphy ist noch schwach

 


 

Bolinhas aus der Tonne

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2019 - 2021

  Unendliche Einsamkeit...

2019 verbrachten Susanna und Stefan K. zusammen mit ihrem Sohn mal wieder ihren Urlaub auf Madeira. Das Ferienhaus war gerade gemütlich eingerichtet, als der junge Mann von einem seiner Streifzüge durch die Umgebung nach Hause kam. Er sagte: "Mama, da oben auf dem Berg ist ein Hund". Mit diesem einen Satz begann eine zweijährige, rührende Geschichte, die, um es vowegzunehmen, in einem Happyend für einem armen, einsamen Hund enden sollte.

Bolinhas

Hinter dem Ferienhaus befindet sich ein Berg und in der Mitte diese Anhöhe haben Anwohner aus dem Ort ein paar kleine Felder angelegt. Davon wollte Susanne sich selbst überzeugen und ist mit ihrem Sohn den Berg hinauf gegangen. Nach etwa 20 Minuten kamen sie zu den kleinen Agrarflächen, welche die Leute dort an den Steilhang mühsam angelegt hatten. Inmitten dieser kleinen Felder befand sich dann auch der Hund. Er war an einer umgekippten Tonne an einer kurzen Kette angekettet worden. Zum Schutz gegen Sonne und Regen hatte man ein Wellblech als Dach an die Tonne befestigt. Neben der Tonne befand sich ein Plastikbehältnis mit Wasser und ein Kochtopf mit einer undefinierbaren Masse drin.

Der kleine Kerl war dann neugierig auf seine Tonne gekrochen um die Besucher vorsichtig aus der Ferne zu beschnuppern und zaghaft mit dem Schwanz zu wedeln. Er war dünn, aber freundlich. Seit diesem Tag sind Susanna und ihre Familie jeden Tag zu ihm hoch, um ihn zu füttern und zu besuchen. Denn dort oben ist nichts. Er war den ganzen Tag allein bei Sturm und Regen, bei Sonne und Wind. Und dann die unendliche Einsamkeit!!! Tagelang keine menschliche Seele, keine Beschäftigung oder Ablenkung. Nichts!!! Und maximal ein Bewegungsradius von der Länge der Kette. 1 m! Wie wir später erfahren haben, befand sich Bolinhas schon seit fünf Jahren in seinem Gefängnis.

Bolinhas an der Kette

Immer wenn sie kamen, hat er sich sehr gefreut und nach einiger Zeit konnten sie ihn sogar streicheln. Er wurde immer zutraulicher. Der Abschied nach drei Wochen fiel extrem schwer. Susanna und Stefan hatten schon mit dem Gedanken gespielt ihn einfach zu befreien, aber sie wollten keinen Ärger haben. Leider haben sie in dieser Zeit auch niemand angetroffen, um über den Hund zu sprechen. Auch die Leute aus dem Dorf konnten keine Auskunft darüber geben.

Und so sind Susanna und Stefan jedes Mal, wenn sie wieder auf Madeira waren, zu ihrem Freund hoch, um ihn wenigstens in den paar Wochen ein bisschen Geborgenheit geben zu können. Und endlich konnten die beiden dann 2021 die Besitzer von Bolinhas kennenlernen. Ein altes Ehepaar oben aus dem Dorf, die mittlerweile nur jeden dritten bis vierten Tag runter zu den Feldern kommen konnten. Dort verbringen sie dann ein paar Stunden um die Felder zu bestellen und die Ernte dann mühsam wieder nach oben zu schleppen. Man kann noch nicht mal sagen, dass die Leute böse gewesen wären. Im Gegenteil, sie waren sehr nett und herzlich zu Susanna und Stefan. Die beiden hatten sich vorgestellt und erklärt, dass sie den Hund jeden Tag besuchen kommen, um ihn zu füttern und zu streicheln und sich sogar ein bisschen mit diesem Ehepaar angefreundet. Sie gingen sehr behutsam vor, da sie versuchen wollten die Situation für den Hund zu klären. Auf vorsichtiges Anfragen, warum der Hund denn angekettet sei und dass er doch hier sehr einsam sei, sind sie aber nur auf Unverständnis gestoßen. Für das einheimische Ehepaar hatte der Hund hier ein wunderbares Leben.

Ja und dann begann das zähe Ringen um den Hund. Die beiden wollten nicht zu forsch an die Sache rangehen, weil die Leute vielleicht dann stur geworden wären. Aber Susanna und Stefan haben nicht locker gelassen und es endlich dieses Jahr geschafft Bolinhas freizukaufen. Da sie aber selbst schon mehrere Tiere aus dem Tierschutz zu Hause haben, konnten sie ihn leider nicht bei sich aufnehmen. Deswegen hofften sie, dass er über Streetdogs Madeira eine wunderbare Familie findet, in der er endlich glücklich werden kann.

Bolinhas bei VetMadeira

Am 28.06.2021 hat Stefan K. Bolinhas dann zu VetMadeira gebracht, wo er gründlich untersucht wurde. Unser kleiner Held hatte Gott sei Dank keine Herzwürmer. Er wurde mit Parasitenschutz innerlich und äußerlich versorgt und geimpft! Die Kastration wurde dann in der 27.KW durchgeführt. Vielen Dank an an dieser Stelle auch an VetMadeira!

Am 13.07.2021 durfte Bolinhas dann ins Le Petz ziehen. Die Kastration hat er sehr gut überstanden und nun endlich konnte er seine Freiheit genießen. Er kommt super klar mit den anderen Streetdogs, rennt, spielt, genießt sein Essen... - wir sind so froh, dass er endlich ein LEBEN hat! Am Samstag, dem 28.08.2021 hatte Bolinhas dann Besuch im Le Petz von ganz lieben Menschen. Seine Retter/in waren bei ihm um ihm zu sagen, dass er sehr bald mit ihnen nach Deutschland fliegen dürfte! Ein Glückspilz, mit dem wir uns alle sehr mitfreuen! Wie im Märchen!

Bolinhas durfte also mit seinen Rettern nach Nordrheinwestfalen reisen und hatte sich schon nach kurer sehr gut bei seiner Pflegestelle eingelebt! Bolinhas ist ein agiler, aufgeweckter kleiner Kerl. Er interessiert sich für alles und schaut bei allem neugierig zu. Beim Spaziergang ist er freundlich anderen Menschen und Hunden gegenüber. Er will spielen und toben! Leider sind die beide Hunde von Susanna und Stefan absolut das Gegenteil davon. Die liegen den ganzen Tag irgendwo herum und dösen. Das ist Bolinhas definitiv zu langweilig. Er ist ein Hund, der gefordert werden will und der Action braucht! Lange Spaziergänge genießt er sehr und trotz der langen Zeit an der Kette, hat er eine jezt schon unglaubliche Kondition. Er ist ein Schmusehund, will ständig gestreichelt und betüddelt werden!

Mittlerweile hat Bolinhas sein endgültiges Zuhause gefunden. Seine Retter Susanna und Stefan haben Bolinhas Märchen wahr werden lassen und ihm bei guten Bekannten die liebevolle Familie ermöglicht, nach der er sich jahrelang einsam und verlassen, an einer Kette befestigt, gesehnt hat.

Uns bleibt der Dank an Susanna und Stefan, die durch ihren beherzten Einsatz Bolinhas von jahrelangen Qualen erlösen konnten und der Appell an alle, nicht wegzusehen, sondern zu helfen. Ein einfaches Informieren reicht meist schon aus, damit ein Tier vielleicht nicht mehr leiden muss!

Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Video - Bolinhas tobt im LePetz

 


 

Qunicy - Ein Kettenhund

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19. September 2021

  "Eigentlich sollte es nur ein Urlaub sein"...

Als die Urlauber Lisa und Nico an jenem Tag aufbrachen um sich die Blumeninsel Madeira anzusehen, wussten sie noch nicht welche Rolle sie im Leben eines kleinen Hundes spielen sollten. Die zwei wurden während ihrer Wanderung auf einen angeketteten Hund aufmerksam, der unter widrigstens Bedingungen lebte.

Quincy

Die beiden zögerten nicht und haben uns unmittelbar über die Homepage kontaktiert. Lisa und Nico schickten uns Bilder sowie den genauen Standort des Hundes - besser kann es nicht sein! Wir reagierten natürlich sofort und haben Lucia, unsere 2. Vorsitzende, auf Madeira kontaktiert und ihr alle Details weitergeleitet. Am Sonntag, dem 19.09.2021 fuhren dann Lucia und Vasco zum genannten Standort um sich ein Bild von dem angeketteten Hund zu machen.

Als Lucia und Vasco ihn da stehen sahen, in seinem „Zuhause“ - verängstigt, knurrend und zitternd, an einer schweren Kette mit altem Lederhalsband, kaum Platz um im Trockenen liegen zu können, überall Feuchtigkeit, schmutziges Wasser, Urin- und Kotgestank, versprachen sie ihm im Stillen, alles zu tun, um ihn von der Kette zu befreien und dort wegzuholen. Die Augen des Vierbeiners sprachen Bände. Die Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht in seinem Blick, sagten alles über sein bisheriges Leben aus.

Quincys Zuhause...

Während Vasco sich mit einem Einheimischen auf der Straße besprach um mehr über den Hund zu erfahren, suchte Lucia die Nähe zu dem armen, kleinen Rüden. Sie erfuhren, dass der „Herr des Hauses“ weggefahren war. Die beiden klingelten dennoch und es öffnete ein ca. 18 Jahre junges Mädchen die Tür. Das Mädchen bestätigte, dass ihr Vater nicht da sei, bot aber an ihn anzurufen. So verhandelte Vasco am Telefon über das weitere Schicksal des Vierbeiners. Diese halbe Stunde genügte Lucia um mit Leckerlis und sanften Worten zu dem zitternden Wesen Vertrauen aufzubauen. Es sah so aus, als wüsste der Hund, dass sie gekommen waren, um seine Leidenszeit zu beenden.

Quincy - so ab jetzt sein Name – drückte sich an Lucia und leckte ihr die Hand. Quincy wollte unbedingt mitkommen. Die Verhandlung am Telefon, freundlich aber klar geführt, war erfolgreich. Lucia und Vasco hatten es geschafft, sie konnten Quincy mitnehmen. Laut Schilderung der Besitzer sei der Hund ihnen zugelaufen und sei nur deshalb an der Kette, weil im Dorf die Hunde und Katzen oft vergiftet würden. Quincy war bis zu seiner Rettung weder gechipt, geimpft, noch erhielt er eine Wurmkur etc. Warum aber der arme Quincy in solch traurigen Verhältnissen ausharren musste, während das Haus des Besitzers gleich nebenan recht gepflegt aussah, ist nicht zu verstehen!

Lucia und Vasco nahmen Quincy die Kette ab, trugen ihn zum Auto in die mitgebrachte Box. Was besonders schockierend war - die Haustür blieb zu. Kein Abschiedswort für den kleinen Hund von der jungen Frau.

Lisa und Nico besuchen Quincy

Quincy wurde umgehend zu VetMadeira gebracht und durchgecheckt, gechipt, ein Bluttest durchgeführt, bekam die ersten Impfungen und einen Parasitenschutz - das volle Programm. Die Kastration wurde für den 28.09.2021 angesetzt. Am 24.09.2021 kam dann die gute Nachricht von Quincy: Quincy ist herzwurmfrei! Er hat 9 kg und ist ca. 3 Jahre alt. Angenommenes Geburtsdatum 19.09.2018. Bis zu seiner Kastration blieb Quincy zur Beobachtung bei VetMadeira!

Lisa und Nico waren die ganze Zeit voller Sorge um ihr "Findelkind" und fragten ständig nach wie es im erging. Erleichtert von der positiven Nachricht besuchten sie Quincy bei VetMadeira und spendierten on top sogar noch das Grundversorgungspaket und die Kastration. Vielen lieben Dank an euch zwei, Lisa und Nico!!!

Ein Flugticket hat der kleine Rüde auch bereits im Gepäck. Nun fehlt zu seinem Glück nur noch eine eigene Familie, die ihm all die Liebe gibt, die ihm bisher verwehrt wurde! So eine liebenswerte und freundliche Fellnase muss man einfach lieben.

Wer hat ein großes Herz und gibt unserem "Kettenhund" seine Chance auf eine eigene Familie? Dann gerne bei uns melden...

Video - Erster Kontakt zu Quincy

 


 

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